Stellungnahme zu: Bebauungsplan und örtliche Bauvorschriften „Bahnhofsareal“

Veröffentlicht am 04.03.2020 in Fraktion

Gerhard Schlegel für die SPD-Fraktion

Ich verweise zunächst auf die Vorlage. Tatsächlich bin ich ebenfalls der Meinung, dass der heutige Bahnhof mit der gegebenen Zergliederung modernen Ansprüchen nicht mehr genügt.

Eine Zusammenfassung an möglichst einem Ort und die Schaffung eines ausreichenden Parkplatzangebotes für Pendler ist dringend geboten.

Für Menschen, die jeden Tag mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren, zählt jede Minute. Ein Verweis auf das Parken auf der grünen Wiese schlägt fehl – kein Pendler würde noch einen weiteren Verkehrsträger zwischen schalten.  Hohe Taktung, kurze Umsteigzeiten, abgestimmte Fahrpläne, fußläufig erreichbares Parkangebot und Verkehrsträger für den letzten Kilometer – dazu ein Bahnhofsgebäude und ein Außenbereich mit hoher  Qualitäund freundlicher Offenheit. Das wäre der große Wurf.

Der oft diskutierte Masterplan sieht all dies eigentlich vor. „Eigentlich“? Ja – ein paar Wermutstropfen haben wir schon.

Die Nord-Süd-Fahrradachse, welche derzeit im Prinzip vor dem Bahnhof verläuft, ist nicht existent und wird mit der vorliegenden Planung auch niemals realisiert. Schon vor dem Rewe-Center kann das Misslingen beobachtet werden. Der Straßenraum auf der gesamten Länge der Prinz-Wilhelm-Straße und Bahnhofsplatz muß in den Blick genommen werden,

Mit dem vorliegenden Plan rückt ein Parkhaus mit Ein – und Ausfahrten genauso weit an den Straßenraum heran. Verbleibende 5 Meter sollen für Fußgänger / Fahrradfahrer und Außenbewirtschaftung ausreichend sein. Dieses Scheitern kann bereits jetzt zwischen Eck-Shop und Merkur-Center beobachtet werden.

Wir entscheiden heute über den Beschluß zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit. Die SPD kann bereits jetzt sagen, dass uns eine Zustimmung zum Bebauungsplan nur möglich sein wird, wenn der Fahrradverkehr ausreichend Raum erhält.

Wir denken daran, dass der Geltungsbereich auf den Gehweg der Ostseite der Straße Bahnhofplatz ausgeweitet wird. Dann können dort und beim Cafe Phönix bis Kino, sowie gegenüber vor dem Brasil die Parkplätze neu geordnet werden bzw. zugunsten von Fahrradwegen wegfallen. Immerhin entstehen mehrere Hundert neue Parkplätze im Parkhaus.

Auch scheint uns die Kubatur des Parkhauses zu gewaltig. Wir befürchten die Leichtigkeit und Offenheit des Bahnhofsbereich zu verlieren. Gewaltige Kubaturen können wir in der Bahnstadt oder beim Rewe Center beobachten. Das können wir hier an dieser Stelle nicht wollen.

Eine weitere offene und nicht gelöste Frage, ist die Verlagerung des Egans. Dieses Problem habe ich bereits mehrfach angesprochen. Ich würde mir zumindest nicht öffentlich wünschen, hierzu von den aktuellen Überlegungen in Kenntnis gesetzt zu werden.

Wir stimmen der Vorlage heute zu,  um den Verwaltungsvorgang in Gang zu setzen, aber ich verweise auf die genannten Vorbehalte und bitte um die genannte Erweiterung – es sei denn die dortigen raumordnerischen Maßnahmen sind auch ohne den B-Plan möglich.

 

SPD-Gemeinderatsfraktion

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