SPD-Stellungnahme B 35 - Ortsumfahrung Bruchsal-Ost Scoping-Verfahren

Veröffentlicht am 27.11.2020 in Gemeinderatsfraktion

Gerhard Schlegel für die SPD-Fraktion

 

Sehr geehrte Frau OBin, verehrte Anwesende,

 

ich erspare Ihnen allgemeine Betrachtungen zum überörtlichen Verkehrsgeschehen und komme direkt zu den vorliegenden Planungsvarianten.

Aber zunächst: ich bin gewählt durch die Bruchsaler Bürger und deren Interessen habe ich nach meinem Verständnis in allererster Linie zu vertreten. Soviel zu dem Thema überregionaler Verkehr, A 8 oder Verkehrsentlastung Kraichtals.

 

Die Varianten 1a und 1b bedeuten Neubaumaßnahmen und die Schaffung zusätzlicher Verkehrsflächen. Die Straßenbauten zerschneiden für den Artenschutz eminent wichtige Landschaftsgebiete wie den Streuobstgürtel im Nordosten Bruchsals, das geplante Landschaftsschutzgebiet Kraichgaurand oder die Naturschutzmaßnahmen Rothenberg und Jagdhütte.  Bereits 1990 wurde aufgrund der damaligen Umweltverträglichkeitsbedenken der Ostast nicht verwirklicht aber trotz dieses Wissens ein Westast bis zur B 3 gebaut. Heute dürften diese Bedenken vor dem Hintergrund des Artensterbens in einem noch viel größeren Umfang Bedeutung haben. Der damalige Kompromiss verhinderte bis heute den sinnvollen Ausbau der  B35 im Bestand.

 

Die Variante 2 b mit Untertunnelung des Bereiches zwischen Hagelkreuzstraße und B 35 / L 558 bedeutet eine deutliche Verbesserung des Verkehrsdurchflusses - aber nicht gleichzeitig eine massive Erhöhung der Verkehrszahlen des überörtlichen Transitverkehrs.

Andererseits kann hierdurch der überörtliche vom Regionalverkehr getrennt werden und damit auch der innerörtliche Verkehr erheblich verbessert werden. Die Untertunnelung beseitigt die seit Jahren bestehende Zerschneidung des Stadtkörpers und ist von daher städtebaulich besonders vorteilhaft für die Stadtentwicklung.

Weitere Betrachtung

Die SPD fordert, bei allen Varianten die Möglichkeit der Schaffung von adäquaten Lärmschutzmaßnahmen bis hin zu einer Tieferlegung oder Einhäusung der B 35 bei Heidelsheim, Helmsheim und an der Auffahrt Bruchsal – Weiherberg mit einzubeziehen.

Fazit

Der Neubau eines B 35 - Ostastes (Varianten 1a und 1b) bietet nur Nachteile:

  • Geringe Entlastung der Anwohner in Bruchsal, da der alte Streckenverlauf weiterhin die kürzeste Variante darstellt
  • Geringe Entlastung der Anwohner Bruchsals, da eine Verdoppelung der Verkehrsfläche und damit deutliche Zunahme des Transitverkehrs erfolgt
  • Im Falle eines Neubaus dürften Investitionen in den Lärmschutz der alten Strecke nicht mehr erfolgen
  • Deutliche Zunahme des überregionalen (Schwer-)Verkehrs
  • Zerstörung eines der letzten großflächigen Naturräume im Norden Bruchsal
  • Stark negativer Kosten-Nutzen-Faktor

Der Ausbau auf bestehender Trasse (Varianten 2a und insbesondere 2b) hätte dagegen große Vorteile:

  • Positiver Kosten-Nutzen-Faktor
  • Kaum Eingriffe in Natur und Landschaft
  • Keine ökologischen Folgeschäden
  • Starke Reduktion der Anwohnerbelastung
  • Effizienter Ausbau der B 35 zu einer leistungsfähigen Bundesstraße
  • Möglichkeit der Schaffung von umfangreichen Lärmschutzmaßnahmen im gesamten Streckenverlauf
  • Komplette Beseitigung der Zerschneidung des Bruchsaler Stadtkörpers und von daher städtebaulich eine besonders vorteilhafte Lösung

Informationienen zum Scopingverfahren auf den Seiten des RP-Karlsruhe:

https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpk/Abt1/Ref17/Seiten/Scopingverfahren.aspx

 

SPD-Gemeinderatsfraktion

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