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Leserbrief zum Thema „Bildungszentrum wird kurz gehalten“ vom 5.7.2012

Veröffentlicht am 23.07.2012 in Presseecho

Von Horst Gringmuth, SPD-Ortschaftsrat aus Untergrombach.

Für wahr ein Schildbürgerstreich!

Dass sich die Mehrheit des Bruchsaler Gemeinderates bei dem Thema „Bahnsteigverlängerung am GBZ“ nicht den Wünschen von Frau OB`in Petzold-Schick und Landrat C. Schnaudigel anschließt, ist schon sehr verwunderlich. Offensichtlich sind sich die ‚Ablehner’ der Tragweite ihrer Haltung nicht bewusst und man frägt sich, ob sie sich überhaupt mit dem Thema gründlich befasst haben. Zu dieser Überzeugung gelangt man jedenfalls, wenn man sich die Argumente für eine Ablehnung der Bahnsteigverlängerung am GBZ näher betrachtet: Ausgehend von der Tatsache, dass allein um 7.36 Uhr schultäglich über 200 Schüler und andere Fahrgäste am Haltepunkt „Gewerbliches Bildungszentrum-GBZ“ aus der S 3 aussteigen, sind die Vorschläge, auf diesen Halt zu verzichten, weil man die notwendige Bahnsteigverlängerung nicht bezahlen will, absurd.

Auch mutet die Idee, die Schülerinnen und Schüler aus dem nördlichen Raum im Bahnhof Bruchsal aus der S 3 aussteigen zu lassen, um sie anschließend mit Bussen zum GBZ zu transportieren, muss gelinde gesagt als praxisfremd bezeichnet werden. Der Gedanke, die Weiterbeförderung zum GBZ mit dem Maxbus zu bewältigen, kommt doch schon aus fahrplantechnischen Gründen nicht in Frage. Zu berücksichtigen ist außerdem, dass man für 200 Businsassen gleichzeitig mindestens 3 Busse und 3 Fahrer benötigt. Sind die denn so ohne Weiteres verfügbar? Kosten?

Viele Gründe, von denen hier nur einige angerissen werden können, sprechen gegen die ‚Buslösung’. Der von Fachleuten für den Buseinsatz genannte Finanzbedarf von jährlich 100.000 € dürfte eher zu gering angesetzt worden sein. Doch selbst wenn der Betrag die realen jährlichen Kosten widerspiegeln sollte, wären die durch die Bahnsteigverlängerung entstehenden einmaligen Kosten in Höhe von 250.000 € schon nach 2 ½ Jahren abgegolten. Mithin haben sich diejenigen, die gegen die Verlängerung des Bahnsteiges votieren, nicht für die billigere, sondern für die teurere Lösung entschieden.
Nicht zu vergessen ist, dass aus energiepolitischen und umweltschonenden Gründen dem Ausbau und der Verbesserung des Schiennetzes auf jeden Fall der Vorrang zu geben ist. Man muss zudem davon ausgehen, dass künftig auch auf dieser Strecke in größerem Umfang als bisher längere Züge eingesetzt werden, um zum einen Kosten zu sparen und zum anderen den steigenden Fahrgastzahlen gerecht zu werden. Die für die Bahnsteigverlängerung am GBZ erforderlichen 250.000 € sind daher eine sinnvolle Investition in die Zukunft.

Eine Zukunft, in die auch die betroffenen Schülerinnen und Schüler hineinwachsen. Die Bildungsstätte GBZ sollte nicht abgehängt, sondern über den ÖPNV auf beste Weise erschlossen werden.

Horst Gringmuth
Hochstatt 22a
76646 Bruchsal

 

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