BVWP- Trassenertüchtigung

Veröffentlicht am 28.01.2020 in Fraktion

Alexandra Nohl für die SPD-Fraktion 

Sehr geehrte Damen und Herren, 

Anhand dieser Planung kann man sehen wie gut es ist, mit demokratischen Strukturen zu arbeiten und Einfluss zu nehmen. Seit über 30 Jahren engagieren sich Umweltverbände in Bruchsal gegen die Zerschneidung des Rothenbergs. Wir haben als Gemeinderat gemeinsam gegen diese Planung gestimmt. Das war schon zu Beginn eine Forderung von der SPD- Fraktion, der Landschaftsschutz hat oberste Priorität. Daher befürworten wir diese Planung, die uns als Gesamtstadt dem Ziel näherbringt.

Mit der aktuellen Planung ginge ein großer Wunsch in Erfüllung, in dem die bestehende Trasse ertüchtigt wird, es bleibt erhalten, was erhaltenswert ist. Bei einer solchen Planungkann der Verkehr fließen ohne zusätzliche Belastung für die Anwohner zu bringen, somit aktiver Lärmschutz und keine weitere Verdichtung in der Natur. Es wäre ein Glücksfall! Allerdings darf bei dieser Planung nicht vergessen werden, dass durch eine angenehmere Fahrtstrecke auch mehr Verkehr angezogen wird; deshalb ist es unsere Pflicht auch die kleinen Ortsteile im Süden: Heidelsheim und Helmsheim, mit in die Planung aufzunehmen. Mit rund 7000 Einwohner stellen die beiden OT immerhin 16% der Gesamtbevölkerung in der Stadt. Was bringt ein besserer Verkehrsfluss in Bruchsal, wenn sich später die Wagenkolonne durch die kleinen Ortsteile auf der B 35 entlang schiebt? Helmsheim ist heute schon mit mehr als 13.000 KFZ am Tag schwer belastet. Lärm, Müll, Reifenabrieb und Ärger belasten die Bürger an Bundstraßen mehr als in Innenlagen. Hier kommt der alte Wunsch aus Helmsheim: eine Trassenertüchtigung in Bruchsal, beziehungsweise die Umsetzung des Bundesverkehrswegeplan, kann nur erfolgen, wenn Helmsheim untertunnelt und in Heidelsheim der Lärmschutz massiv verbessert wird.

Mit Blick in den Norden muss bei dieser Planung auch die stark befahrene Kreuzung am Wendelrot mit eingeplant und der Ausbau der Autobahn in Betracht gezogen werden. Für einen optimalen Verkehrsfluss ist auch der Bahnübergang an der Holzindustrie zu beseitigen. Das ist alles viel und kein Wunschzettel, sondern Maßnahmen, über die hier im Rat schon öfter gesprochen wurden und als Ganzes betrachtet eine einzige Maßnahme. Die Fehler die in anderen Städten, bspw. Tunnel Rastatt passieren, dürfen in Bruchsal nicht passieren.  

Grundsätzliches:

Wir als SPD fordern eine Verkehrswende! Was für uns als SPD somit auch nachhaltiger wäre,wir in Bruchsal aber nicht lösen können, wäre eine vernünftige Verkehrsinfrastruktur. Güterverkehr und ÖPNV greifen ineinander über um den modernen und gegenwärtigen Bedürfnissen gerecht zu werden, anstatt sich immer wieder der Verkehrssituation anzupassenund Milliarden im Boden zu versenken. Die Güter müssen wieder auf der Schiene transportiert werden, Innenstädte frei von Durchgangsverkehr, das schont die Straßen und die Umwelt. 

Der ÖPNV muss bedarfsgerecht und zuverlässig sein, daher fordert die Landes SPD auch das 365.- Ticket. So wie es im Moment läuft oder besser gesagt fährt und steht, kann es in Deutschland nicht weitergehen, wir ersticken im Verkehr. 

Das Schienennetz ist veraltet und um etwa 20 Prozent geschrumpft. Die Klimaziele der Bunderegierung hinken hinterher. Die gegenwärtigen Herausforderungen mit immer mehr Zulieferverkehr in alle Richtungen sieht leider anders aus und wir als Kommune sind nur ein kleiner Mitspieler im großen Ganzen. 

Wir brauchen die Verkehrswende !

 

SPD-Gemeinderatsfraktion

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