Neujahrsempfang der Feuerwehr Bruchsal – Rückblick, Dank und Ausblick

Veröffentlicht am 07.01.2025 in Veranstaltungen

Bruchsal, 6. Januar 2025 – Beim Neujahrsempfang der Feuerwehr Bruchsal standen die Ereignisse und Herausforderungen des vergangenen Jahres sowie die Zukunftspläne der Wehr im Mittelpunkt. Vor Vertretern aus Politik, Verwaltung, Rettungsdiensten und Ehrenamt betonten die Redner:innen die Bedeutung von Zusammenarbeit, Resilienz und einer starken Nachwuchsarbeit für die Sicherheit der Bürger:innen.

Rückblick auf ein herausforderndes Jahr

Der 13. August 2024 bleibt in Erinnerung als das prägende Ereignis des Jahres. Ein Starkregenereignis sorgte für über 700 Einsätze innerhalb kürzester Zeit – davon 34 zeitkritische zwischen Dienstag und Samstagmorgen. Insgesamt leisteten 97 Einsatzkräfte rund 6.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Besonders eindrucksvoll: Die Feuerwehr setzte erstmals auch das DLRG-Boot zur Brandbekämpfung ein.

Insgesamt verzeichnete die Feuerwehr Bruchsal 1.631 Einsätze, davon 919 ohne das Starkregenerwigbis. Das entspricht einem Anstieg um 6 % im Vergleich zum Vorjahr. 55 Personen konnten gerettet und 74 Verletzte versorgt werden. Neben Brandeinsätzen dominierten Fehlalarme (121) und technische Hilfeleistungen die Statistik.

Starkregen im Fokus der Ansprachen

Die zunehmende Häufigkeit von Starkregenereignissen und anderen Extremwetterlagen prägte die Redebeiträge. Bürgermeister Glaser sprach besorgt über die wachsende Belastung der Einsatzkräfte:

„Auch ohne Flut haben wir schon zu viele Einsätze. Die Frage ist, wie das in Zukunft funktionieren soll – wird es genügend Menschen geben, die sich dieser Herausforderung stellen?“ Glaser betonte die Bedeutung von Nachwuchsarbeit und Jugendarbeit für die Zukunft der Feuerwehr. Er lobte die Solidarität und nachbarschaftliche Hilfe, die in Bruchsal deutlich sichtbar wurden.

MdL Ulli Hockenberger ging auf die landespolitischen Perspektiven ein: „Die Feuerwehr Bruchsal hat bei der Bewältigung des Starkregenereignisses Unmenschliches geleistet. Wir müssen das Landeskatastrophenschutzgesetz anpassen, um solchen Herausforderungen besser begegnen zu können.“

Revierleiter Jürgen Konrad hob die gesellschaftlichen Veränderungen hervor: „Die steigenden Anforderungen und die Anspruchshaltung in der Bevölkerung stellen die Feuerwehr vor neue Probleme. Dennoch zeigt die gute Zusammenarbeit, dass wir gemeinsam viel erreichen können.“

Michael Hambsch, Landessprecher des Technischen Hilfswerks (THW), würdigte die Bruchsaler Einsatzkräfte als „gut aufgestellt“. Er erinnerte daran, dass die Zusammenarbeit aller Akteure auch in Extremsituationen wie 2013 Leben rettet.

DLRG-Vertreter Mika Seitz sowie alle anderen Redner lobten die durchweg kooperative und respektvolle Zusammenarbeit zwischen den Organisationen.

Zukunftsprojekte und Investitionen

Die Feuerwehr Bruchsal setzt auf Innovation und Ausbildung, um den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein:

Bedarfsplan und Personalentwicklung: Der Feuerwehrbedarfsplan wird konsequentumgesetzt. Aktuell sind vier Auszubildende in der Feuerwehr tätig, bis 2025 sollen neun weitere eingestellt werden.

Technische Ausstattung: Der Umstieg auf Digitalfunk steht bevor, und im Haushalt wurden zusätzliche 390.000 € bereitgestellt. Das Land erhöht zudem die Festbeträge für Sammelbestellungen, was Beschaffungen erleichtern wird.

Neue Bedrohungslagen: Die Feuerwehr bereitet sich auf Naturgefahren und neue Einsatzbereiche vor. An der Einsatzstelle sollen künftig neun spezialisierte Funktionen definiert werden, um schneller reagieren zu können.

Bürgermeisterin Glaser dankte allen Einsatzkräften sowie den Partner:innen von Polizei und Rettungsdiensten für die vertrauensvolle Zusammenarbeit: „Ihr seid Allrounder und eine unentbehrliche Säule unserer Gesellschaft.“

Die SPD-Fraktion wünscht für dieses Jahr weniger Einsätze und spricht allen Beteiligten und Angehörigen, ihren Dank aus und betonte: „Wir stehen hinter dem Feuerwehrbedarfsplan und wünschen, dass alle gesund von ihren Einsätzen zurückkehren.“

 

Christian Holzer - Ihr Landtagskandidat

SPD-Gemeinderatsfraktion

 

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