Jusos Baden-Württemberg für die Rechte von PsychotherapeutInnen in Ausbildung

Veröffentlicht am 02.07.2013 in Jusos in Aktion

Am vergangenen Wochenende fand die Landesdelegiertenkonferenz der Jusos Baden-Württemberg in Ludwigsburg statt. Der Juso-Kreisverband Karlsruhe-Land hat auf dieser Konferenz einen Antrag zur Reform des Psychotherapeutengesetzes eingebracht. Dieses Gesetz regelt den gesetzlichen Umgang bei der Ausübung von Psychotherapie, allerdings beinhaltet es große Lücken. So ist gesetzlich nicht festgeschrieben, dass PsychotherapeutInnen während der Ausbildung eine Vergütung erhalten und zudem kostet die dreijährige Ausbildung, die nach einem abgeschlossenen Psychologiestudium absolviert wird, 10.000 bis 80.000 Euro je nach Ausbildungseinrichtung, die privat finanziert werden müssen. Nach dem Beschluss der Jusos Baden-Württemberg soll die Ausbildung zukünftig kostenfrei allen PsychotherapeutInnen ermöglicht werden und zudem soll während der praktischen Phasen der Ausbildung, in denen die angehenden PsychotherapeutInnen in Vollzeit arbeiten, eine Vergütung nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes der Stufe 13 bezahlt werden.

Marko Vidakovic, Sprecher der Jusos Karlsruhe-Land und selbst Psychologe, meint hierzu: "Ich freue mich sehr, dass sich die Jusos Baden-Württemberg nun auch offiziell mit den PsychotherapeutInnen in Ausbildung solidarisieren und dass unsere Forderungen angenommen wurden. In Zeiten steigender Fälle von psychischen Erkrankungen ist es gesundheitspolitisch unsinnig, durch derart hohe Kosten Menschen von diesem Beruf fernzuhalten und sie für ihre geleistete Arbeit nicht angemessen zu entlohnen. Psychologinnen und Psychologen im öffentlichen Dienst werden auch in Tarifstufe 13 eingruppiert und ich sehe keinen Grund, weswegen dies bei der verantwortungsvollen Arbeit von PsychotherapeutInnen in Ausbildung nicht auch der Fall sein sollte oder sie sogar ohne einen Cent nach einem Tag harter Arbeit nach Hause geschickt werden sollten, was in dieser Branche leider häufig vorkommt. Gute Arbeit muss entsprechend gut vergütet werden!" Dennis Eidner, ebenfalls Sprecher der Jusos Karlsruhe-Land, zeigte sich erfreut: "Wir Jusos stehen für eine kostenfreie Bildung vom Kindergarten bis zum berufsqualifizierenden Abschluss. Es darf nicht sein, dass jemand einen Job nicht erlernen kann, weil der Geldbeutel der Eltern das nicht zulässt. Dies gilt im Bereich der Psychotherapie, aber auch in anderen Bereichen, in denen Auszubildende darauf angewiesen sind, für ihre Ausbildung zu bezahlen. Dies müssen wir mittelfristig ändern."

Die Jusos verweisen darauf, dass es weniger als drei Monate bis zur Bundestagswahl sind und sie bis dahin kämpfen werden, damit Rot-Grün die neue Bundesregierung stellen wird und Vanessa Rieß aus dem Wahlkreis Karlsruhe-Land sowie Daniel Born aus dem Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen sich dann innerhalb der rot-grünen Regierungskoalition für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen können. "Denn eines ist uns doch allen klar: Für gute Arbeit, Bildung und Ausbildung wird sich Schwarz-Gelb niemals einsetzen. Hierfür brauchen wir eine neue, rot-grüne Regierung", so die Jusos abschließend.

 

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